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bei Heim-WM in AltenbergZwei Silbermedaillen für den NWBSV

Christopher Weber und Johannes Lochner strahlen um die Wette


Altenberg/Winterberg.
(ske) Zweimal Silber:  Das ist die Bilanz für den Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverband (NWBSV) am ersten Rennwochenende der BMW IBSF Bob & Skeleton WM in Altenberg. Kira Lipperheide (TV Gladbeck) gewann mit Pilotin Kim Kalicki (Eintracht Wiesbaden) sensationell die Silbermedaille im Damenbob hinter Kaillie Humphries/Laureen Gibbs (USA). Anschieber Christopher Weber (BSC Winterberg) sicherte sich im Schlitten von Johannes Lochner (Solitude Stuttgart) ebenfalls Silber hinter Francesco Friedrich/Thorsten Margis (Sachsen Oberbärenburg/SV Halle) und vor den Letten Oskars Kibermanis/Matiss Miknis.  Großes Pech hatte Laura Nolte (BSC Winterberg), die mit Anschieberin Ann-Christin Strack (Solitude Stuttgart) im zweiten Lauf stürzte, von Bundestrainer René Spies aus dem Rennen genommen wurde und zu den Läufen drei und vier nicht mehr antrat.

Kim Kalicki, die ebenso wie Kira Lipperheide am Winterbergberger Stützpunkt das Bobfahren gelernt hatte, zunächst für den BSC Winterberg gestartet war und u. a. von Christopher Braun sowie Andreas Neagu ausgebildet wurde, hatte die richtige Kufenwahl getroffen und lag nach vier Läufen 37/100 hinter Humphries: „Eine Senioren-WM ist noch was völlig anderes als eine Junioren-WM“, sagte Kalicki, die mit Lipperheide vor zwei Wochen in Winterberg Junioren-Weltmeisterin geworden war. Auf dem undankbaren vierten Rang landeten die Titelverteidigerinnen Mariama Jamanka und Annika Drazek (BRC Thüringen/TV Gladbeck). 14/100 Sekunden fehlten auf Bronze (de Bruin/Bujnowski aus Kanada). „Es lief einfach zu viel schief, schon die gesamte Saison lief nicht optimal“, meinte Jamanka, die im vierten Lauf beim Einstieg das Lenkseil „abgetreten“ hatte. „Unsere Blicke richten sich jetzt Richtung Olympia 2022“, erklärte Drazek. Auf Rang fünf landete Stephanie Schneider (Sachsen Oberbärenburg) mit Anschieberin Leonie Fiebig (BSC Winterberg), obwohl beide zweimal die besten Startzeiten erreichten und einmal die zweitbeste Startzeit fuhren.

Johannes Lochner und Christopher Weber gewann Silber im vierten Lauf, nachdem sie im dritten Durchgang noch auf Rang drei gelegen hatten. Sie fingen Nico Walther (Sachsen Oberbärenburg) und Eric Franke (SC Potsdam) noch ab, die schließlich hinter Kibermanis/Miknis auf Rang vier zurückfielen. Lochner und Weber strahlten um die Wette: „Es war eine der schwierigsten Saisons überhaupt“, meinte Lochner, der sich erst mit dem Weltcup-Sieg in St. Moritz die WM-Fahrkarte gesichert hatte. Richard Oelsner (Sachsen Oberbärenburg) erreichte mit Malte Schwenzfeier (Eintracht Wiesbaden) den fünften Platz. Beide hatten das WM-Ticket durch den Gewinn des Junioren-Titels in Winterberg geholt, ebenso wie Kalicki und Liperheide. Francesco Friedrich gewann zum sechsten Mal in Folge den WM-Titel im Zweierbob und schrieb damit Bob-Geschichte. Der Vorsprung gegenüber Lochner/Weber betrug 1,65 Sekunden.

Laura Nolte und Ann-Christin Strack waren bei ihrem WM-Debüt bereits im Training zweimal gestürzt. Der dritte passierte im zweiten Lauf. Sie erreichten das Ziel mit zehn Sekunden Rückstand. Nolte erlitt einige Prellungen und wurde vom Bundestrainer aus dem Rennen genommen. „Laura hat die zweite Saisonhälfte bestritten und Federn gelassen“, meinte René Spies. „Diese Woche war einfach der Wurm drin“, sagte Nolte in der ARD-Sportschau. „Ich wollt es mir einfach zu sehr beweisen.“ Die BSC-Pilotin hatte in ihrer ersten Weltcup-Saison Top-Platzierungen erreicht. Bereits bei der Weltcup-Premiere fuhr sie in Winterberg gemeinsam mit Deborah Levi (BSC Winterberg) auf den dritten Platz. In La Plagne gewannen die beiden das Weltcup-Rennen. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Deborah Levi kam Erline Nolte (BSC Winterberg) zum Einsatz. Der „Nolte-Bob“ erreichte zweimal Platz zwei in Igls und am Königssee. In St. Moritz war es Rang sechs (mit Anschieberin Ann-Christin Strack).

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